Workshop mit Rebel Díaz zu Hip-Hop und Neoliberalismus im Oktober

Rebel Díaz ist das künstlerische Projekt von Rodrigo Venegas (RodStarz) und Gonzálo Venegas (G1). Die beiden Brüder, die als Söhne politischer Flüchtlinge aus Chile in Chicago aufwuchsen, machen seit vielen Jahren Rap/Hip-Hop, wobei ihr Bezug zum lateinamerikanischen Musikstilen wie etwa der nueva canción unüberhörbar ist. Auf Englisch und spanisch erzählen die beiden von sozialen Problemen, Armut und rassistischer Diskriminierung, feiern aber auch den Widerstand von Migrant*innen und Arbeiter*innen. Neben der Musik sind Rebel Díaz auch in der Kiezarbeit im Süden der Bronx (New York) aktiv, was immer wieder Repression von Seiten der US-Behörden zur Folge hat. 

Der eineinhalbstündige Multimedia Workshop zeichnet die parallelen Entwicklungen der aufkommenden Hip-Hop Kultur, des Neoliberalismus und der Pinochet Diktatur in Chile nach. Durch persönliche Geschichten und auf der Grundlage historischer Daten wird die Geschichte des Hip-Hop zu den ökonomischen Entwicklungen in ein Verhältnis gesetzt, das erklärt inwiefern der entstehende Neoliberalismus die Teile der Gesellschaft beeinflusst hat, aus denen Hip-Hop hervorgegangen ist.

Kommt zum Workshop am 17.10.19 ab 19 Uhr ins Kiezhaus Agnes Reinhold, Afrikanische Straße 74. Der wöchentliche Lesekreis wird parallel dazu trotzdem stattfinden, in der unteren Etage!

Besuch einer Jugenddelegation

Vor einer Woche war eine Jugenddelegation verschiedener sozialer Projekte und Initiativen (darunter ein Capoeira Projekt) aus Israel/Palästina im Kiezhaus Agnes Reinhold. Bei ihrem Aufenthalt in Berlin machten die Gruppe kurzerhand Stopp im Wedding und informierte sich recht spontan über unsere Aktivitäten, Angebote und Initiativen. Es war brütend heiß aber sehr freundschaftlich und solidarisch! Hände weg vom Wedding berichtete für den Kiezhaus-Rat über die Geschichte, Grundsätze und Zukunftspläne. Vielen Dank für die Übersetzungsarbeiten und den ermöglichten Austausch!

Wir freuen uns in Zukunft gemeinsam öfter voneinander zuhören und im nächsten Jahr ein weiteres Treffen zu organisieren. Und vielen Dank an dieser Stelle, an die solidarischen Fördermitglieder die uns solche Momente in unseren eigenen Kiezräumen ermöglichen! Damit das weiter so bleibt freuen wir uns über weitere langfristige Unterstützung: https://www.kiezhaus.org/support-us/

Diskussionsveranstaltung: „LGBTI* zwischen bürgerlicher Integration und revolutionärem Kampf“

Am 13.09.2019 um 19 Uhr organisiert das re:volt Magazine, welches auch den regelmäßigen offenen Lesekreis jeden Donnerstag organisiert, eine Diskussionsveranstaltung zusammen mit der antifaschistischen Gruppe North East Antifascists im Rahmen des „Philippine Solidarity Month“ auf den Philippinen. Im Folgenden der Einladungs- und Infotext:

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Arbeiter*innen-Lieder-Karaoke

HINWEIS! – Die Veranstaltung muss leider auf den 07.09.19 verlegt werden!

Am Samstagabend den 24.08.19 präsentiert der Sportklub Roter Stern Berlin 2012 e.V. ab 17 Uhr einen besonderen Abend im Kiezhaus. Es wird eingeladen zum gemeinsamen Stimmbänder trainieren und gemütlichen Zusammensein, bei einer Arbeiter*innen-Lieder-Karaoke. Also frei nach dem Zitat: „Wer nicht singt und rappt, hat die Revolution schon verloren!“ – MC Marx…

Alle interessierten Nachbar*innen sind eingeladen:

Wir wollen gemeinsam im Kiezhaus Agnes Reinhold Arbeiter*innen-Lieder singen und was eure Herzen sonst noch erfreut. Am 24. August ab 17Uhr starten wir mit dem Karaokeabend: Wir singen zusammen, in Gruppen oder alleine!

Bringt eure Lieblingslieder aller Genre gerne als Youtube-Link mit. Für Textunsichere gibt es den Beamer zum Mitlesen. Starten werden wir gemeinsam mit den Arbeiter*innen-Liedern.

Wir freuen uns auf euch,
Eure singenden Genossinnen vom Roten Stern Berlin 2012 e.V.

Veranstaltung: Antifaschistischer Widerstand in einem Arbeiterbezirk – Wedding zwischen 1933 und 1945

Am 14. August 2019 veranstaltet „Hände weg vom Wedding“ pünktlich ab 19:15 Uhr einen Infoabend mit Hans-Rainer Sandvoß zu Antifaschistischer Widerstand im Wedding zwischen 1933 und 1945:

Der “rote Wedding” war vor der Machtübertragung 1933 an die Faschisten der NSDAP eine Hochburg der kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und der sozialdemokratischen Partei (SPD). In den örtlichen Betrieben, Straßen und Hausgemeinschaften lagen die parteilichen und gewerkschaftlichen Anteile der organisierten Arbeiter*innen teilweise weit über dem Berliner Durchschnitt und bildeten eine starke antifaschistische Massenbasis. Faschistische Kräfte drängten ab 1933 auch im Wedding mit Verboten und Gewalt antifaschistische Organisationen in den Untergrund, verhafteten und ermordeten Antifaschist*innen, um den Widerstand zu brechen und die Strukturen zu zerschlagen.

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Neu! Sozialberatung im Kiezhaus

Seit zwei Wochen findet nun regelmäßig jeden Donnerstag von 15 – 18 Uhr eine Sozialberatung im Kiezhaus statt. Die solidarische Gruppe rund um den Nachbarschaftstreff (Sonntags-Café) lädt euch ein und beschreibt das Angebot wie folgt:

Hartz IV – Zum Leben und zum Sterben zu wenig


Dass das Geld auf Hartz IV allmonatlich vorne und hinten nicht reicht, wurde inzwischen von höchster Stelle bestätigt. Im November 2018 mahnte das Hochkommisariat für Menschenrechte der UNO die deutsche Regierung wegen der Sanktionspraxis und zu niedrigen Sätzen für Lebensunterhalt und Wohnkosten als Menschenrechtsverletzung an.

Ob es uns deshalb gelingen wird Hartz IV in absehbarer Zeit abzuschaffen, ist die Frage. Dafür ist Hartz IV für Unternehmen und Staat viel zu nützlich, uns dazu zu bringen jede noch so entwürdigende Arbeit zum Hungerlohn anzunehmen.


Bis dahin werden wir das machen, was wir schon immer getan haben: uns im ständigen Kampf mit dem Jobcenter zu wehren. Gemeinsam, selbstbewusst, solidarisch und mit Sachkenntnis der rechtlichen Lage.

Bei Problemen: komm vorbei! Wir freuen uns auf dich.

Sozialberatung zu Hartz IV und anderen Themen
jeden Donnerstag von 15:00 – 18.00 Uhr
Kiezhaus Agnes Reinhold
Afrikanische Str. 74
13351 Berlin