PLUMPE – Eine Kiezzeitung für Wedding

Nach der Sonderausgabe #0 im Juni 2018 (PDF) ist sie nun endlich da: Die erste reguläre Ausgabe der Plumpe! Mieten und Wohnen bleibt unser Titelthema, diesmal allerdings mit Blick auf die Neubauten in unseren Kiezen. Wir führen mit dieser Ausgabe aber auch neue Rubriken ein, die sich zum Beispiel mit Kultur oder Sport in Wedding und Gesundbrunnen beschäftigen.

Die gesellschaftlichen Verhältnisse zeigen sich dort am deutlichsten, wo wir wohnen und leben: Steigende Mieten, Verdrängung, Alltagsrassismus, Druck und Drangsalierungen durch das Jobcenter, staatliche Überwachung und rechte Hetze sind auch im Wedding Alltag. Aber um genau gegen diese Zustände anzugehen, um sich gemeinsam zu wehren oder sich zu unterstützen, tun sich im Wedding auch immer wieder Menschen zusammen. Wir wollen über die sozialen Kämpfe in unseren Kiezen berichten und euch Nachbar*innen darüber informieren, was nebenan passiert. Wir sind keine Mitglieder irgendwelcher Parteien, noch sitzen wir in irgendwelchen Gremien des Bezirks oder Senats. Trotzdem ergreifen wir Partei. Die Texte, die wir veröffentlichen sind vielfältig – genau wie unser Kiez.

Bei euch im Haus, Block oder Kiez tut sich was? Habt ihr euch mit Freund*innen, Nachbar*innen, oder Kolleg*innen zusammengetan und wollt, dass wir darüber berichten? Dann schreibt uns!

post(at)plumpe65.press

Die aktuelle PLUMPE gibt es übrigens auch im Kiezhaus Agnes Reinhold.

Willkommen! Ein Bericht vom Welcome Dinner

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Was für ein Sonntagnachmittag! Nach der einjährigen Raumsuche, den vielen Treffen und ersten Renovierungsarbeiten war es am 28.10. endlich so weit: Das Kiezhaus öffnete die Türen für das erste ‚Welcome Dinner‘. Wir – die aktuell im Kiezhaus organisierten Menschen – hatten hohe Erwartungen, aber mit so vielen Besucher*innen aus der Nachbarschaft und anderen Bezirken hatten wir nicht gerechnet.

Es war eine bestärkende Erfahrung mit euch erste Gespräche zu führen und von euren alltäglichen Gedanken und Schwierigkeiten zu hören. Danke für eure Ideen und Anregungen, eure bereichernde Kritk, Offenheit und Unterstützungsangebot … und natürlich für das leckere Essen!

In den Gesprächen wurde deutlich, dass wir viele Unterdrückungserfahrungen und Verletzungen in unserem Alltagsleben teilen – auch wenn wir ganz unterschiedliche Leben führen. Auch war es schön zu erleben, wie einfach zunächst fremde Menschen schnell miteinander in Gespräche kommen können. Auch wir ärgern uns mit dem Jobcenter und ausbeutender Lohnarbeit herum, sorgen uns um Verdrängung durch Mietsteigerungen und überhöhte Betriebskostenabrechnungen, kämpfen mit Sexismus, Rassismus, Polizeikontrollen und Faschismus.

Wir freuen uns bereits auf die nächsten Gelegenheiten, um noch offenere Begegnungen zu ermöglichen und konkrete Angeobte zu planen. Wir wissen nun, dass ihr euch 

  • kostenlose und verständliche Beratugsangebote,
  • Orte zum Zusammenkommen und Kennenlernen,
  • praktische Solidartität und Unterstützung im Alltag
  • Bildungsangebote zum Voneinanderlernen,
  • gemeinsam gestaltete Freizeitaktivitäten.

Lasst uns nicht länger warten, dass andere etwas ändern, machen wir es selbst. Wir lassen uns nicht länger spalten – Organisieren wir uns gemeinsam, kämpfen wir zusammen!

Also schaut im Kiezhaus vorbei, werft einen Blick ins Fester oder auf den Blog.

 

Aufbau im Wedding – Das Kiezhaus nimmt Gestalt an

Aufbauen im Wedding – Solidarische Räume im Kiez unterstützen! Jetzt Fördermitglied werden oder eine Fördermitgliedschaft zum neuen Jahr verschenken!

Egal ob 5, 10, 15 oder 50 Euro…

Falls ihr schon einen Blick in die Räume geworfen habt, dann ist klar, dass wir uns noch mitten in der Renovierungsphase befinden. Wir werden bereits von vielen Fördermitgliedern unterstützt, denn die neuen Kiezhaus-Räume brauchen eine langfristige Absicherung. Klar ist, dass die anfallenden Kosten für kollektive und solidarische Orte auch zukünftig aus dem Kiez getragen werden müssen.

Also werdet Fördermitglied im Kiezhaus Agnes Reinhold!

Kommende Termine findet ihr im Kiezhaus-Kalender. Kurze aktuelle Berichte erhaltet ihr als Fördermitglied automatisch per Mail.

Danke an das Medienkollektiv Left Report für die Umsetzung des Trailers.

 

Hier entsteht dein Kiezhaus…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Liebe Freund*innen und Unterstützer*innen,

rechtzeitig zum Spätsommer atmen wir auf:
Anfang September haben wir den Mietvertrag für das Kiezhaus im Wedding unterschrieben!

Jetzt geht die Arbeit los: renovieren, einrichten und die Räume für eine nachbarschaftliche Organisierung von unten bereitstellen. Wir werden nun die nächsten Wochen fleißig arbeiten, um Räume für Seminare, Veranstaltungen, Beratungen, Kiezküchen, und vieles mehr geben zu können.

Wenn ihr uns unterstützen möchtet, schreibt uns einfach eine E-Mail. Eine Einladung für den gemeinsamen Aufbau der Räume folgt noch. Die Eröffnung ist für Ende Oktober anberaumt, mit kämpferischen und solidarischen Nachbar*innen. Eine erste Hauptversammlung konnten wir bereits in den Räumen abhalten.

⚠️Wichtig⚠️

Wir werden bereits von vielen Fördermitgliedern unterstützt, denn die neuen Kiezhaus-Räume brauchen eine langfristige Absicherung. Klar ist, dass die anfallenden Kosten für kollektive und solidarische Orte auch zukünftig aus dem Kiez getragen werden müssen.

Also werdet Fördermitglied im Kiezhaus Agnes Reinhold!
https://kiezhaus.org/support-us/

Bericht vom BASTA! Straßenfest

Das BASTA!-Straßenfest in der Schererstraße 8 am 04. August 2018 war eine willkommene Gelegenheit gemeinsam mit Freund*innen und Nachbar*innen Zeit zu verbringen. Einige sind neu im Wedding, andere leben hier ihr Leben lang.

Gemeinsam mit den kleinsten Kiezbewohner*innen konnte außerdem alles ausprobiert werden: das riesige Jenga-Spiel, die kühle Plansche, die Hüpfburg, ein Klavier, der Schminkstand, leckere Waffeln und das Investor*innen-Dosenwerfen. Die in Spielen, auf Bannern oder in Broschüren auftauchenden Themen wurden von selbst Teil unserer Unterhaltungen.

So sprachen wir über die konkreten Unterstützungs- und Organisierungsmöglichkeiten, die BASTA! und das Kiezhaus Agnes Reinhold bieten. Auch die anwesenden Kinder berichteten über Angebote, die sie in Jugendeinrichtungen der Stadt von Zeit zu Zeit wahrnehmen oder vermissen und was sie sich darüber hinaus im Alltag an Aktivitäten wünschen.

Das linke Straßenfest bot außerdem die Möglichkeit, an verschiedenen Ständen mit Aktivist*innen aus dem Stadtteil ins Gespräch zu kommen. Nachbar*innen berichteten dort sehr konkret, zum Beispiel über die seit Jahrzehnten vorranschreitende Verteuerung des Wohnraums und dass nach dem Eintritt ins Rentenalter die jahrelang bewohnte Wohnung nun nicht mehr zu bezahlen ist. Es gäbe auch keine bezahlbaren Wohnungen im Umfeld des Kiezes mehr, so dass viele Bekannte über einen Umzug nach Brandenburg nachdenken oder diesen bereits beschlossen haben. Einige beobachten, wie Sanierungsmaßnahmen größere Familienwohnungen, z.B. im Hinterhaus, „zerstückeln“ und in teurere kleinere Appartments umwandeln. Klar ist: der Berliner Mietenwahnsinn und die Verdrängung aus den Kiezen ist ein Riesenthema. Bei allen!

Aktiv haben wir auf das im Wedding seit einiger Zeit stattfindende Netzwerk #ZusammenFürWohnraum hingewiesen und Menschen direkt eingeladen! Wir meinen: lasst uns öfter solche Feste veranstalten oder einfach gemeinsam mehr Zeit im Kiez verbringen!